Besuch in der Stadt Juliaca:

Im Hochland von Peru, Südamerika, befindet sich das geistliche Zentrum von "Chacra de Dios".

Es liegt in einer weiten, von Hügeln umgebenen Hochebene auf 4000 Metern Höhe, nahe des Titicaca-Sees. Die nächstgrößere Stadt heißt Juliaca und hat ca. 300'000 Einwohner.

 

Das Wappen von Peru:

 

 

 

Die Stadt Juliaca (3825 m ü. NN) liegt auf einer weiten Hochebene im Süden von Peru, ca. 50 km von der Stadt Puno und dem Titicacasee entfernt. Mit ihren derzeit etwa 300.000 Einwohnern ist sie eine der am schnellsten wachsenden Städte ganz Perus, mit beeinflusst durch die zunehmende Ansiedlung großer Firmen, die Nähe zu Bolivien sowie durch ihre Funktion als Verkehrsknotenpunkt (Flughafen, Bahnhof auf der Strecke Cuzco-Puno und Arequipa-Puno, Straßenverbindungen nach Bolivien).

< Der Flughafen von Juliaca

 

Die Bevölkerung der Stadt umfasst eine breite Spanne hinsichtlich des sozialen und materiellen Niveaus. Man triff eine Mischung aus Städtern und Landbevölkerung an, Ausländer gibt es fast keine. Die Mehrzahl der Touristen reisen vom Flughafen direkt weiter nach Puno.

 

Die Hauptprobleme der Stadt sind die hohe Arbeitslosigkeits- und Kriminalitätsrate sowie, aufgrund der Höhe, das extreme Klima mit viel Wind, Kälte und hoher Lufttrockenheit.

 

Die Umgebung der Stadt besteht vor allem aus Feldern (Weizen, Gerste, Kartoffeln, Quinua, Grünfutter für die Tiere), sowie Weideflächen und Hügeln mit dem typischen harten Gras. Wegen der Höhe gibt es wenig Bäume, vor allem Pinien, Eukalyptus und Collis.

Während der Monate Januar bis April ist Sommer und Regenzeit. Von Mai bis Oktober herrscht Trockenzeit mit nur geringfügigen Mengen an Regen oder Hagel und, äußerst selten einmal, Schnee. Die kälteste Zeit ist von Juni bis August (Winter).

 

Geistliche Situation:

 

Seit der Eroberung durch die Spanier hat die katholische Kirche in Peru viel Einfluss hinsichtlich der Bräuche und religiösen Praktiken gewonnen. Leider sind die christlichen Feste und Glaubenshandlungen oft vermischt mit heidnischem oder animistischem Glauben und Riten. Man gewinnt den Eindruck, als ob besonders im Hochland, dem ehemaligen Inkareich, die Peruaner nur eine neue Form übergestülpt haben, aber im Grunde an ihren alten Traditionen festhalten. Wahrsagerei, Zauberei, Okkultismus, etc. werden mehr oder weniger öffentlich auf der Straße praktiziert. Es gab und gibt sogar Fälle von Menschenopfern und die "Mutter Erde" muss vor jeder größeren Entscheidung günstig gestimmt werden.

 

< Die Katholische Kirche von Juliaca.

 

Es gibt verschiedene evangelische Gemeinden unterschiedlicher Denominationen (Anmerkung für den deutschsprachigen Raum: "evangelisch" entspricht nicht der uns bekannten gleichnamigen Landeskirche, die es hier (abgesehen von den Katholiken) nicht gibt, sondern eher dem, was in Deutschland als Freikirchen bekannt ist), und seit einiger Zeit gibt es hier Bemühungen um mehr Zusammenarbeit und Einheit in Form von regelmäßigen Gebets- und Planungsreffen der Pastorenallianz sowie durch gemeinsame Aktivitäten. Im Jahr 2001 wurde die evangelische Allianz Juliaca offiziell gegründet und ein Jahr später legalisiert und im Register der Stadt eingeschrieben.

 

Abgesehen von wenigen Ausnahmen sind diese evangelischen Gemeinden meist klein (15-80 Mitglieder) und ihr Wachstum vollzieht sich, aus verschiedenen Gründen, nur langsam. Die Arbeit der evangelischen Pastoren ist hart, oft fehlen die nötigen finanziellen Mittel, und es braucht viel Durchhaltevermögen und Glauben, um der eigenen Berufung treu zu sein.

 

Weiter besteht ein großer Bedarf, aber wenig Möglichkeiten für die Schulung von evangelischen Leitern und Mitarbeitern, um die Verantwortung und Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen.

 

Gleichzeitig ist eine Zunahme des Einflusses verschiedener Sekten zu beobachten.

 

In der ländlichen Umgebung der Stadt besteht ebenfalls großer Bedarf an evangelischen Gemeinden. Oft fehlen Pastoren oder reife Christen, um Gottes Wort zu predigen, zu lehren und Jüngerschaftsschulung unter den Neubekehrten durchzuführen. Für viele ist der Weg vom Land zu einer Gemeinde in der Stadt zu weit und zu teuer.

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